PE Bodyboards
Bei einem Bodyboard aus Polyethylen bestimmt das Material das Verhalten im Wasser: PE ist flexibler als PP, aber schwerer, was es ideal für kaltes Wasser macht. Die erste Frage ist die Größe: Ist das Board zu kurz, verringert sich der Auftrieb, ist es zu lang, leidet die Manövrierfähigkeit in hohlen, schnell brechenden Wellen. Der praktische Referenzpunkt ist die Höhe des Bauchnabels des Riders. Die zweite Frage betrifft den Kern und die Anzahl der Stringer: Sie entscheiden darüber, ob das Board Vibrationen absorbiert oder die Kraft direkt überträgt.
PE‑Bodyboards sind besonders sinnvoll, wenn die Wassertemperatur unter 16 °C liegt, da Polyethylen seine Flexibilität behält, ohne spröde zu werden. Für leichtere Rider bietet ein weicherer Kern besseren Auftrieb; für schwerere Rider verbessert eine höhere Anzahl von Stringern (zwei oder mehr) Kontrolle und Stabilität. Es lohnt sich, auf das Deck zu achten – slick oder Standard, je nach Grip –, auf vorhandene Kanäle, die die Manövrierfähigkeit verbessern, sowie auf die Beständigkeit des Polyethylens gegenüber Temperaturwechseln. Ein Bodyboard der mittleren Preisklasse aus PE bietet in der Regel einen guten Kompromiss aus Steifigkeit und Flexibilität für Wassertemperaturen zwischen 12 und 18 °C.
So wählst du ein Polyethylen‑Bodyboard (PE): Achte auf Core‑Typ und Stringer
Was ist Polyethylen (PE) in einem Bodyboard und wie beeinflusst es die Performance?
Polyethylen (PE) ist ein Material mit hoher Dichte (2,4 pcf). Das bedeutet, dass es ein schwereres und dichteres Bodyboard erzeugt als andere Materialien wie PP‑Bodyboards oder NRG‑Bodyboards. Der Leistungsverlust liegt nicht in der Dichte selbst, sondern darin, wie PE auf Temperatur reagiert: In kaltem Wasser erhöht das Wasser die Steifigkeit des Polyethylens und gleicht damit aus, was sonst ein übermäßig flexibles Board wäre. PE hat einen ausgeprägten Flex, wodurch das Board die Unebenheiten der Wellen aufnehmen kann, ohne zu ermüden. Diese Flexibilität ist besonders in kaltem Wasser wertvoll, da sie den Rider vor harten Einschlägen in kleinen bis mittleren Wellen schützt.
Für welche Wellen und Rider ist ein PE‑Bodyboard am besten geeignet?
PE‑Bodyboards sind ideal für kaltes Wasser oder für Rider, die Boards mit größerer Flexibilität und besserer Stoßdämpfung bevorzugen. In der Praxis empfehlen wir PE, wenn die Wassertemperatur zwischen 12 und 18 °C liegt, wo Polyethylen besser funktioniert als das höherwertige NRG; wenn der Rider in kleinen bis mittleren Wellen surft, die viel Impact erzeugen; wenn der Rider sich in der Lern- oder Fortschrittsphase befindet, da der Flex von PE die Eingewöhnung erleichtert; oder wenn der Rider ein geringeres Körpergewicht hat und Auftrieb benötigt, ohne auf Kontrolle zu verzichten. Entscheidend ist hier wirklich die Größe: Als Referenz empfehlen wir immer die Nabelhöhe. Für einen Erwachsenen mit durchschnittlicher Statur gelten 41,5''–42'' als Standard; darunter verlängert sich die Lernkurve, über 43'' verliert das Board bei engen Turns an Manövrierfähigkeit. Auch der Typ des Stringers ist ein zu berücksichtigender Faktor: Ein fester Stringer absorbiert die Aufprallvibrationen besser, während ein Kern ohne Stringer maximale Flexibilität für Rider bietet, die Komfort über reine Kontrolle stellen.

